Vereinigte Werkstätten für Pflanzenöltechnologie

Nachhaltiger Pflanzenölanbau

Regenerativ statt endlich

Künftige Serientreibstoffe müssen nachhaltig hergestellt werden: regenerativ statt endlich, neutral für Boden, Wasser, Luft (CO2 und Klima), sozialverträglich und bezahlbar für die Weltbevölkerung, ohne direkte Konkurrenz zur Nahrungsmittelerzeugung und unter Beachtung von Landrechten.

Pflanzenöl ist gespeicherte Sonnenenergie und neben Erdöl der einzige bereits flüssige Energieträger auf Erden. Ölpflanzen wachsen in allen Erdteilen: unter der Erde (Erdnuss), auf der Erde (Soja, Raps, Sonnenblume), auf Büschen (Jatropha curcas), Bäumen (Ölpalme, Oliven etc.). Im Gegensatz zu industriellen Ganzpflanzen-Verwertungskonzepten plädiert VWP bei Ölpflanzen für eine gemeinsame Herstellung von Kraftstoff (Pflanzenöl) und Protein (Ölkuchen), unter Berücksichtigung von Humusbildung: Rückführung von Stroh, Biomasse auf den Acker.

Mischfruchtanbau

Feldbegehung ökologischer Mischfruchtanbau mit Camelina Sativa (Leindotter), von links: Markus Pscheidl (Kramerbräuhof), Dr. Georg Gruber (VWP), Hans-Josef Fell (MdB, Co-Autor des EEG)So erforschen wir Anbaukonzepte mit reinen Ölpflanzen in Fruchtfolge bzw. mehreren Ölpflanzen in synergetischer Konstellation auf einem Acker. Der sogenannte ökologische „Mischfruchtanbau“ betrifft die gemeinsame Energie- und Nahrungsmittelproduktion auf einem Acker: z. B durch Erbse bzw. verschiedenen Getreidesorten mit Leindotter (Camelina Sativa). VWP hat über mehr als 20 Jahre ein sozial-ökologisches Konzept nachhaltiger Kraftstoffproduktion aufgebaut und wurde für sein integriertes Biokraftstoff Konzept 2007 mit dem Moppert-Preis der Schweizer Sarasin Bank ausgezeichnet. Künftige Nachhaltigkeitsforschung zielt auf eine zunehmende Ökologisierung der Landwirtschaft bis hin zu geschlossenen Energie-, CO2- und Stoff/Düngekreislaufen inklusive Erhalt der Bodenfruchtbarkeit durch eine ausgeglichene Humusbilanz.

VWP umgeht den Zielkonflikt zur Nahrungsmittelerzeugung auf mehrfache Weise, indem

  • keine essbaren Pflanzenöle verwendet werden.
  • keine Nahrungsmittelflächen entzogen werden, da auf ariden, semi-ariden Brachflächen Bodenkulturen entstehen.
  • Ölpflanzen und Nahrungsmittelanbau in Mischkultur gleichzeitig erfolgen.
  • bei jeder Ölpflanze aufgrund einer physiologischen Trennung von Öl und Ölkuchen Treibstoff und Nahrung (Protein) immer gemeinsam erzeugt werden.